Dressed for Success

Morgen ist mein erster Arbeitstag in meinem neuen Job in einem großen Konzern. Bin schon gespannt, was mich erwartet, aber ich muss ehrlich sagen: Bis jetzt ist mein Umfeld aufgeregter als ich. Während ich heute zahlreiche Anrufe von Freunden erhalten habe, die mir viel Glück für morgen wünschten und ich mindestens 23 Mal an diesem Wochenende aufgeregte Aufschreie wie „Nur noch 3 Tage bis zum ersten Arbeitstag!!“ „Morgen ist dein allerallererster Arbeitstag!!“ gehört habe und im nächsten Atemzug die Frage „Und, bist schon aufgeregt???!“ beantworten musste, muss ich ehrlich sagen, dass sich meine Aufregung noch in Grenzen hält. Natürlich bin ich neugierig und hoffe, dass meine Kollegen scwer in Ordnung sind, aber eigentlich bin ich nur froh, wenn dieses ganze Neusein-Getue endlich überstanden ist und ich mich meinen täglichen Aufgaben widmen kann, anstatt mich mit Namen merken, Papierkram erledigen, Bräuche und Abläufe beobachten und blöde Frage stellen herumzuplagen.

Überhaupt: Nachdem die Outfitfrage für morgen geklärt ist, bin ich überhaupt schon viel entspannter.

Wie auch immer: Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und berichte dann auch von dem Wahnsinns-Wochenende, das ich hatte und warum ich noch immer ein wenig berauscht durch die Welt torkle (könnte natürlich auch eine Erklärung für meine Coolness bezüglich meinem ersten Arbeitstag sein), aber für heute muss ich Euch vertrösten, da ich meinen ersten Arbeitstag ohne Augenringe und Kurznickerchen begehen möchte.

September 30, 2007. Working Girl. Kommentieren.

Manche Menschen,…

… die ein attraktives Jobangebot erhalten fangen daraufhin an, alle notwendigen Unterlagen für die Personalabteilung zusammenzusuchen. Manche überlegen sich auch die wichtigsten Fragen für das Infogespräch mit dem zukünftigen Vorgesetzten.

Andere wiederum freuen sich und stossen mit Freunden und Verwandten auf die gute Neuigkeit mit Sekt oder Champagner an.

Und dann gibt es auch jene, die aus lauter Euphorie zum Auto stürzen und den Rest des Tages die Mission verfolgen, ihr erstes Gehalt bereits vor dem ersten Arbeitstag auf den Kopf zu hauen.

Dreimal dürft ihr raten, zu welcher Sorte Mensch ich gehöre.

September 25, 2007. Shopaholic. Kommentieren.

Beziehungskisten

Ich saß auf zwischen Freundin A und Bekannter I auf der Bank und nippte andächtig an meinem Vodka-Orange. Vor mir breitet sich durch die verglaste Wohnzimmerfront Wien bei Nacht aus. Wir befanden uns in I’s Wohnung, die sich im 15. Stock befand, was in Wien nicht viele von ihrer Wohnung behaupten konnten. Als ich mich umblickte, stellte ich fest, dass die Szenerie genauso gut als Location für eine ELLE-Decor Fotostrecke durchgehen würde, denn I hatte Dank Daddy’s großzügigem Sponsoring auf nichts verzichtet, was gut und teuer ist. Umso sympathischer macht es sie daher meiner Meinung nach, dass sie ihr Reich nicht nur Fotografen von obigem Magazin vorenthält, sondern keine Hemmungen hat, wilde Parties zu schmeißen und offensichtlich auch keine Angst um ihre weiße Sitzgarnitur hat, wenn gar nicht mehr ganz so nüchterne Gäste mit Zigarette in einer und Glas Rotwein in der anderen Hand wild gestikulieren. Ich bin ein Einrichtungsfetischist, eine Tatsache, die mich vorerst von etwas anderem, viel interessanterem ablenkte: Als ich meinen Blick nämlich von den Möbeln abwandte, fiel mir plötzlich auf, dass ich umgeben von lauter Ex-Paaren war. Und ich spreche hier nicht von „vor Ewigkeiten getrennt und weiterhin selber Freundeskreis“-Fällen, sondern von Paaren, die trotz offizieller Trennung noch immer so taten, als wären sie noch zusammen. Da sagt er zu ihr, sie soll sich Socken anziehen, weil es kalt draußen ist, als sie sich fertig zum weggehen macht, sie konfrontiert ihn wiederum vorwurfsvoll, dass er ihre Fliesen noch immer nicht verfugt hat und man fordert gegenseitig Anrufe am nächsten Tag nach dem Aufstehen ein.

Es ist nicht so, dass ich etwas gegen Post-Trennungs-Freundschaft hätte, im Gegenteil, ich war immer heiße Verfechterin der Meinung, dass man sich jemanden, der einmal so eine wichtige Rolle in einem Leben gespielt hat und mit dem einen einmal so viel verbunden hat, nicht einfach „hinausschneiden“ soll und kann, aber es gibt da meiner Meinung nach noch immer eine Trennung zwischen Freundschaft und Beziehung. Diskussionen über Hausarbeit oder Klamottenwahl, tägliche Anrufe: Beziehung; Ich frage mich, ob mir da irgendeine neue Entwicklung entgangen ist: ist es plötzlich normal mit seinem Ex-Freund drei Monate nach der Trennung gemeinsam auf Aufriss geht und der Ex am besten auch noch gleich nach dem Neuen einen liebevollen Anruf jeden Tag nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen bekommt? Ok, das ist jetzt vielleicht überspitzt, aber ist doch wahr. Oder hält man sich den Ex aus lauter Angst vor dem Leben in Freiheit noch auf lauwarm bis ein Neuer kommt, der einen aus dem Dilemma befreit?

September 24, 2007. L'Amour. Kommentieren.

Belle, die Küchenfee Teil II: Soupe Haricots Verts aux Amandes

Vielleicht könnt Ihr Euch erinnern, dass ich ja vor einiger Zeit kurzzeitig eine Anwandlung hatte, die mich zum exzessiven Kochen verleitet hat. Ich möchte hier gar nicht so genau auf die Gründe eingehen, warum diese Phase nur sehr kurz angehalten hat, sondern mit Euch ein Rezept teilen, dass ich damals ausprobiert habe und das gestern bereits zum zweiten Mal zum Einsatz kam, weil es so gut war (und DAS, soviel könnt Ihr mir glauben, kommt bei mir nicht oft vor, dass ich ein Rezept tatsächlich für den Alltag übernehme.

Ihr kennt das sicher: es gibt Tage, da sehnt man sich einfach nach etwas Warmen, cremigen, dass man sich während man sich vor den Fernseher pflanzt um sich irgendwelche Serien hineinzuziehen, aus der Schüssel löffeln kann. Bis jetzt hat in solchen Situationen Grießkoch oder heißer Pudding immer wie ein Wundermittel gewirkt, aber jetzt habe ich etwas Neues entdeckt, was wunderbarerweise noch dazu nicht einmal negativ auf die Figur auswirkt!

Entdeckt habe ich dieses wunderbare Rezept auf der Seite chocolateandzucchini.com, von der ich bereits früher erzählt habe und von der ich auch kürzlich das Kochbuch erhalten habe (aus dem bis zum heutigen Tage zwar etliche Post-It ragen, das aber leider noch immer ein jungfräuliches Dasein fristet, was aber – und das muss an dieser Stelle deutlich gesagt werden – keinesfalls etwas damit zu tun hat, dass es nicht brillant ist, sondern schlicht und einfach damit, dass es in letzter Zeit zu viele andere Dinge, abgesehen von Kochen, gegeben hat, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben – tja, so ist das bei mir. Der Sprung von einer Obsession in die nächste geht da manchmal recht schnell.) Wie dem auch sei: Ladies and Gentlemen, ich wünsche gutes Gelingen bei …

Soupe de Haricots Verts aux Amandes (Fisolensuppe mit Mandeln)

Für 4 bis 6 Personen:

 

3 EL Olivenöl

2 Zwiebel (geschält und gewürfelt)

1 Knoblauchzehe

3 Karotten (geschält und geschnitten)

500g Fisolen (grüne Bohnen)

Meersalz, frisch geriebener Pfeffer

1 lt. Gemüsebrühe

100g Mandeln gemahlen

 

Das Öl in einem Suppentopf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Karotten bei mittlerer Hitze dünsten. In der Zwischenzeit die Fisolen waschen und die Enden wegschneiden. In den Topf hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Unter regelmäßigem Umrühren etwa 5 Minuten dünsten.

Die Gemüsebrühe hinzufügen und das Ganze zugedeckt etwa 30 Minuten bei kleiner Hitze kochen, bis das Gemüse weich ist.

In der Zwischenzeit die Mandeln in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett kurz anrösten.

Sobald das Gemüse weich ist, Topf von der Herdplatte nehmen, Mandeln hinzufügen und etwas abkühlen lassen. Anschließend – am besten mit einen Handmixer – pürieren bis die Suppe schön cremig ist. Vor dem servieren wenn nötig noch einmal aufwärmen.

September 22, 2007. Rezepte. Kommentieren.

From Nachmittagskaffee to Cocktail Hour

Wenn mich heute jemand gefragt hätte, was ich den ganzen Tag so gemacht habe, hätte ich antworten müssen, dass ich ca. 4 Stunden in der Kurkonditorei Oberlaa am Neuen Markt verbracht habe. Ich kann mir schon ungefähr vorstellen, wie die Reaktion darauf ausgesehen hätte: vermutlich irgendetwas zwischen „Oooh lala“ und „Na servas“ – je nachdem von wem die Frage gekommen wäre und vielleicht noch etwas wie „na da hat aber jemand gar nicht genug kriegen können“.

Aber es ist nicht so, wie es vielleicht scheint. Meine Freundin D. und ich hatten uns einfach viel zu erzählen.

Als das, was die Engländer als Tea Time bezeichnen – ich glaube nicht, dass es dafür ein deutsches Pendant gibt – also dieser Teil des Nachmittages an dem man gewöhnlich Kaffee trinkt, vorbei war, und wir zum zigsten Mal überlegten, ob wir der Versuchung erliegen, und uns eine der köstlichen Torten, die im 2 Minutentakt neben uns vorbei zogen, gönnen oder doch besser standhaft bleiben sollen, beschlossen wir, die Nachmittagskaffee-und-Kuchen-Zeit kurzerhand für beendet zu erklären und die Cocktail Hour einzuläuten.

Einige Minuten später standen zwei Prosecco-Grapefruit Sorbet-Cocktails vor unserer Nase als die Kellnerin unsere leeren Latte Macchiato-Gläser abräumte – nicht ohne uns einen Blick zuzuwerfen, der Bände sprach. Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir zwischen all den braven älteren Damen und Ärztegattinen einen eigenartigen Eindruck hinterlassen haben, aber …
Hallo, wir waren bei den schweren Kalibern angekommen und manche Themen kann man einfach nicht ohne das passende Accessoire in der Hand in Angriff nehmen!

September 19, 2007. Good Times. Kommentieren.

Binsenweisheiten

Ich stand auf der Leiter, die von meiner Schwester mehr oder weniger aufmerksam gesichert wurde, und arbeitete mich Schritt für Schritt immer höher hinauf. Ich beschloss besser nicht daran zu denken, ob die Leiter auf dem weichen Untergrund auch tatsächlich stabil stand und begann stattdessen, mich umzusehen, um herauszufinden, wo die schönsten Äpfel hingen. Die Herbstsonne blendete mich, während ich auf dem Apfelbaum im Garten meiner Großtante immer höher nach den besten Exemplaren langte, und mit einem Mal hatte ich so etwas wie eine Schlüsselerkenntnis: Sogar in der Natur kommt das Prinzip zu tragen, dass die schönsten und saftigsten Früchte jene sind, die am schwersten zu erreichen sind. Natürlich gibt es auch welche, die in Reichweite hängen, für die man nicht einmal eine Leiter braucht, aber um das Beste zu bekommen, muss man sich schon mehr anstrengen und seine Ängste und Zweifel überwinden.

Als ich später auf dem Heimweg aber einen Blick auf die Rückbank warf und die Steige voller wunderschöner, große Äpfel sah, wusste ich dass es die Schwindelgefühle, die Diskussionen mit meiner Schwester und das Harz, von dem ich am Abend Hände und Kleidung befreien würde müssen, definitiv wert war.

Ok ok, ich weiß, manchmal geht es wirklich mit mir durch und ich will hier auch nicht mit blöden Binsenweisheiten und Lebensphilosophien um mich werfen, aber ich kann auch nichts dafür, dass Jahreszeitenwechsel mich immer in so eine eigenartige Stimmung, die einer Mischung zwischen Nachdenklichkeit und Melancholie gleich kommt, versetzen.

September 18, 2007. Uncategorized. Kommentieren.

Immer nur der Nase nach

Als ich jünger war, hatte ich eine Phase, in der ich besessen von Weichspülern war. Der Geruch frisch gewaschener Wäsche hat noch immer eine ganz besondere Anziehung auf mich, aber mittlerweile hat hier doch die Vernunft gesiegt, die mir in Hinblick auf meine Anfälligkeit auff Hautallergien sagt, dass es besser ist, Weichspüler, wenn überhaupt, nur sehr sparsam zu dosieren. Aber damals war mir das alles egal. Dosierungshinweise auf der Flaschenrückseite und gebetsmühlenartiger Belehrungen von meiner Mutter zum trotz, konnte meine Wäsche gar nicht stark genug duften.

Eines hat sich damals allerdings herauskristallisiert und daran hat sich bis heute nichts geändert: meine Obsession, wenn es um Gerüche geht. Der Spruch „jemanden riechen zu können“ trifft bei mir also voll ins Schwarze. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass es auch die gut riechenden Männer sind, die mir regelmäßig den Kopf verdrehen und die Schmetterlinge zum fliegen bringen.

Als ich heute nach dem Training die Garderobe meines Fitnessstudios betrat, fiel mir daher auch sofort auf, dass meine Nase nicht den üblichen Mix aus Duschgel- und Schweißgeruch wahrnahm, sondern ein unglaublich gut riechendes Parfum, mit dem sich offensichtlich kurz zuvor – zugegebenermaßen, gemessen an der Duftwolke, die im Raum hing, etwas zu großzügig – eingesprühlt hatte. Ich blickte mich um, um vielleicht den Ursprung ausfindig zu machen, aber außer mir war niemand hier. Ich blieb eine Zeit lang stehen, um vielleicht herauszufinden, um welches Parfum es sich handelt, denn irgendwie kam es mir bekannt vor, als ob ich es schon irgendwo oder an irgendwem gerochen habe, aber ich komme nicht drauf wo.

Ich weiß genau, dass ich bei nächster Gelegenheit wieder einmal einer Parfumerie einen Besuch abstatten muss und bis dahin wird mich die Sache sicher nicht in Ruhe lassen. Das ist, als ob man ein Lied im Radio hört und weder Titel noch Interpreten kennt. Allerdings hat man da wenigstens eine Chance, das Rätsel zu lösen, indem man jemandem die Melodie vorsummt oder sich einige Bruchteile des Textes merkt, um anhand dessen später den Titel zu identifizieren.  Aber wie bitteschön erklärt man einer Parfumerieverkäuferin einen Duft so, dass sie das dazugehörige Parfum wiedererkennt?

September 13, 2007. Obsessionen. Kommentieren.

Cupido im Vollrausch

Was machst du, wenn du einem umwerfenden Typen gegenüber sitzt, und ich meine hier nicht einfach einen, den du ganz hübsch findest, nein, ich rede hier von diesen ganz seltenen Momenten, in denen du jemandem begegnest, bei dem du sofort weißt: Der kann meine Welt auf den Kopf stellen. Seine Stimme jagt dir Schauer über den Rücken, die Art und Weise, wie er dich ansieht löst in deinem Bauch ein Gefühl aus, als würden kleine Gummibälle darin herumhüpfen und du verlierst jegliche Artikulationsfähigkeit. Deine Hände entwickeln plötzlich ein Eigenleben, als ob sie plötzlich nicht mehr richtig zum Rest deines Körpers gehören, du fährst dir ununterbrochen nervös durch die Haare und auch deine Stimme will nicht mehr so ganz wie du möchtest. Du piepst nur mehr unverständliches Zeug und überhaupt scheint nichts in deinem Körper mehr den Befehlen deines Gehirns zu folgen. „Been there, done that“, werden die meisten von euch vermutlich sagen.

Tja, glaub ich euch schon – aber was macht man, wenn einem das bei einem Vorstellungsgespräch passiert?!

Dann spielt sich das in etwa so ab:

Er: „Was reizt Sie an unserem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle?“

Ich: „Also, na ja, mmhhmmm, ähh, besonders angesprochen haben mich die die Vielfalt der Aufgaben und (Diese Augen…) äääähmmm….. Identifikation mit Unternehmenskultur …(Ob er wohl eine Freundin hat…) mmmhhhm…. Entwicklungsmöglichkeiten …(Einer wie er, hat garantiert eine Freundin)…“

Er: „Was wissen Sie denn über unsere Branche?“

Ich: „Ähhhm, (F…., f….., f….. das wusste ich doch!!! Konzentrier’ dich, verdammt noch mal), also, die Branche ist vor allem geprägt durch…… (Wie das wohl wäre, ihm jeden Tag über den Weg zu laufen …) na ja, also, man kann sagen … (Bitte, lieber Gott, schenk mir ein Loch in das ich mich verkriechen kann – JETZT!!!)

Er: „Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?)

Ich: „Also, na ja, ich würde sagen …. (Ich möchte deine Kinder haben!!)

Nein, ich verliebe nie auf den ersten Blick und ich hatte auch noch nie irgendwelche Fantasien von wilden Äffären im Büro und überhaupt gehöre ich garantiert nicht zur Sorte Frau, die Männer nach der ersten Begegnung bespringen, also wie bitteschön konnte so was passieren? Und warum passieren die blöden Sachen immer ausgerechnet mir???

September 12, 2007. L'Amour, Working Girl. Kommentieren.

Willkommen an der Hauptuni ….

… wo die Uhren scheinbar irgendwie anders gehen.

Heute um 13:48, als ich den Zentralen Informatikdienst der Uni Wien wegen eines Problems mit meinem Account anrufen wollte:

„Zentraler Informatikienst, Guten Tag, Sie rufen außerhalb unserer Öffnungszeiten an. Sie erreichen uns Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 16 Uhr und Donnerstag von 11 bis 18 Uhr. Vielen Dank!“ dann machte es Klick und dann kam nur mehr „Tüt, tüt, tüt, tüt,….“

Es geht doch nichts über einen kompetenten Kundendienst … Da weiß man wenigstens, wo die Studiengebühren hinwandern, nämlich garantiert nicht in den Service für Studenten.

Ich will ja gar nicht erst anfangen, was ich die letzten Wochen noch alles mitgemacht habe, seit ich in einem Anflug geistiger Umnachtung beschlossen habe, wenn ich schon zwecks Doktorat an die WU zurückkehre, könnte ich doch einfach spaßhalber etwas Geisteswissenschaftliches nebenher studieren. Der Spaß ist mir allerdings spätestens dann vergangen, als ich zum 27.Mal in der Warteschleife des Student Point gehangen und dann wenig später mit einer Nummer in der Hand am kalten und feuchten Steinboden zwischen 300 anderen Studienanfängern gesessen bin und darauf gewartet habe, endlich beim Referat für Studienzulassung dranzukommen.

„Na dann warte erst einmal, was dich alles erwartet, wenn du erst einmal tatsächlich ANFÄNGST zu studieren“, warnt mich A schon einmal vor, als ich ihr – voller Erwartung für ein wenig Mitleid – von meiner Odyssee erzähle.

Na das sind ja tolle Aussichten.

September 10, 2007. Uncategorized. Kommentieren.

Kitschig geht die Welt zugrunde

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Wenn man manche Menschen nach ihrer Lieblingsfarbe fragt, bekommt man die Antworten „Schwarz“, „Weiss“, „Grau“, „Beige“ oder sonst irgendetwas in der Art (wobei Schwarz und Weiss eigentlich nicht einmal wirklich Farben im eigentlichen Sinn sind). Ich kenne tatsächlich sehr viele, die bei allem, was sie sich kaufen, zuerst zu den Stücken in Schwarz, Weiß oder Chrome greifen – egal, ob es sich um etwas zum Anziehen oder einen Einrichtungsgegenstand handelt. Ich persönlich liebe Pink. Abgesehen von meiner Kleidung hat auf mich alles, was pink oder bunt ist einfach wahnsinnige Anziehungskraft – gestreift, getupft, gefleckt – tief in mir drinnen bin ich ein Kind des Pop Art. Deshalb finde ich es umso cooler, dass sich eine 50-jährige Bekannte meiner Eltern zu ihrem Geburtstag rosa Golfbälle mit ihren Initialen darauf wünscht. Was auf den Fotos nicht zu erkennen ist: die Bälle schimmern sogar in Perlmutt! Es gibt also doch noch Hoffnung, dass das Leben, auch wenn man schon beim Golf spielen angekommen ist, noch Raum für Extravaganzen der etwas anderen Art bietet.

September 7, 2007. Obsessionen. Kommentieren.

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